Jugend Forscht diesmal vor der Kamera

Jugend Forscht 2021

Der Forschernachwuchs aus den Regionen Cuxhaven, Oldenburg, Osterholz und Ostfriesland traf sich im virtuellen Raum, wieder ausgerichtet von der Berufsbildenden Schule II in Emden. 52 Projekte von über 70 Jungforscherinnen und Jungforschern waren im Rennen.

Schon seit mehr als 20 Jahren, regelmäßig jährlich seit 2010, werden vom Nds. Internatsgymnasium Forschungsarbeiten der Schüler*innen beim Wettbewerb „Jugend Forscht“ bzw. der Sparte für jüngere Teilnehmer „Schüler experimentieren“ eingereicht. Auch in diesem Jahr waren die vier Teilnehmer*innen beim Regionalwettbewerb in Emden (Donnerstag 18.2.) wieder erfolgreich. Es wurden zwei Preise errungen.
Die Arbeiten finden in unserer „Jugend Forscht AG“ (Montags 7./8. Stunde) statt. Die Schule stellt im Rahmen der Ganztagsbetreuung Raum und Mateialien zur Verfügung. Der Förderverein des NIG stellt regelmäßig zusätzliche Mittel bereit. Chemie- und Physiklehrer Dr. Appel betreut die Schülerinnen und Schüler.

Elouan Schad (11c) belegte den 4. Platz bei “Jugend Forscht” in der Sparte Biologie mit seinem Projekt „Chlorophyll-Extraktion bei Reifeunterschieden“. Weiterhin errang er den Sonderpreis “Jahresabo Fachzeitschrift Natur”. Elouan hat über einen Zeitraum von drei Monaten wöchentlich Blätter von drei Bäumen gesammelt (Eibe, Rosskastanie, Rotbuche). Aus den Blättern hat er die Blattfarbstoffe extrahiert, mittels Dünnschichtchromatografie getrennt und analysiert. Er konnte einen wellenförmigen Verlauf der Chlorophyll-Menge, die von den Bäumen produziert wurde, aufzeigen. Dieser wellenförmige Verlauf korrelierte mit Wetterdaten.

Lukas von Häfen (8a) belegte den 4. Platz bei “Schüler experimentieren” in der Sparte Chemie mit seinem Projekt „Welches Material eignet sich am besten für Kochbeutel?”. Weiterhin errang er den Sonderpreis “Reset Plastic”, der mit € 75,- dotiert ist. Lukas hat mit einem digitalen Forschungsmikroskop untersucht, ob das Kochwasser von Kochbeutelreis Mikroplastik enthält. Der Kunststoff-Kochbeutel gibt beim Kochen Mikroplastik-Partikel ab. Daraufhin hat Lukas einen „Zero-Plastik“-Kochbeutel entwickelt, getestet und sich die Schutzrechte gesichert. Im diesjährigen Folgeprojekt hat er verschiedene Materialien (Pergament, Baumwollgewebe, PET-Netze) untersucht, ob diese den Kunststoff-Kochbeutel ersetzen können.

Niklas Hildebrandt (8b) belegte den 5. Platz bei “Schüler experimentieren” in der Sparte Arbeitswelt mit seinem Projekt „Corona Test durch DNA-Fällung”. Niklas hat durch “Gurgeln” DNA-Proben aus seinem Rachenraum gewonnen und die enthaltene DNA (eigene DNA, gegebenenfalls auch Virus-DNA) mit einfachen Materialien wie Spülmittel, Kochsalz und Brennspiritus/2-Propanol ausgefällt. Die DNA war sichtbar und konnte angefärbt werden. Damit hat Niklas nachgewiesen, dass DNA-Proben auch ohne Nasen-/Rachen-Abstrich entnommen werden können. So könnten Schnelltests in Schulen durchgeführt werden, ohne dass medizinisches Personal in Anspruch genommen werden müsste.

Tasnim Rhodesly (8a) hat ihr Projekt bei “Schüler experimentieren” in der Sparte Biologie eingereicht. Tasnim hat untersucht, wie Mikroskopieren mit möglichst wenig Kosten und dem Einsatz digitaler Endgeräte in der Schule möglich ist. Schon mit einem handelsüblichen Taschenmikroskop für € 15,- und der iPad- oder Smartphone-Kamera sind hochwertige Aufnahmen mit 150-facher Vergrößerung möglich. Der problemlose Einsatz auf Exkursionen stellt einen weiteren Vorteil dar.

Allen Gewinnern HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH.

 

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