„Ein spannender Roman beruht auf spannenden Figuren“ - Jugendbuchautor Dirk Reinhardt zu Besuch am NIG

Autorenlesung am NIG

Nach längerer Pause konnte die Schülerschaft der siebten bis zehnten Klassen den Jugendbuchautoren Dirk Reinhardt am NIG begrüßen. Dabei präsentierte er seinen 2021 neu erschienenen Roman „Perfect Storm“ sowie das in Tagebucheinträgen verfasste Werk „Edelweißpiraten“.

Auszüge der spannenden Hackergeschichte „Perfect Storm“ fesselten die Schüler:innen der siebten bis neunten Klassen mit abwechslungsreichem Erzählstil und zahlreichen authentischen Details. Um die Erzählung der sechs Jugendlichen glaubhaft zu gestalten, hatte der Autor etwa sechs Monate lang recherchiert. Berichten konnte er den Schüler:innen somit von echten Hackern, deren Sichtweisen, Gefühle und Sprache sich im Roman widerspiegeln. Seine Geschichte dreht sich um sechs multidimensionale, vielfältige Charakteren, denn „[e]in spannender Roman beruht auf spannenden Figuren“, beantwortete Reinhardt eine der Fragen, die nach der Lesung bei den Zuhörer:innen aufkamen. Inspiriert unter anderem von dem weltweit bekannten Hackernetzwerk „Anonymus“ finden sich die Jugendlichen im Internet zu einem internationalen Team zusammen, geraten in Konflikt mit dem US-Geheimdienst und lehnen sich gegen die ganz großen Konzerne und Mächte der Welt auf.

Mit einem Thema, das nie an Aktualität und Wichtigkeit verlieren wird, beschäftigten sich die zehnten Klassen bei der Lesung von „Edelweißpiraten“. Benannt ist dieser Roman nach einer jugendlichen Widerstandsgruppe zur Zeit des Nationalsozialismus. Gerade weil dieser Bewegung im Vergleich zu anderen, wie z.B. der Weißen Rose, weniger Aufmerksamkeit zuteil wird, erzählt Reinhardt in diesem Buch ihre Geschichte aus der Perspektive eines 16-jährigen Jungen aus Köln. Der Name des Protagonisten blieb den aufmerksamen Zuhörer:innen jedoch verborgen, da die Mitglieder der Edelweißpiraten sich sowohl im Roman als auch in der vergangenen Wirklichkeit mit Tarnnamen, ihren „Piratennamen“ ansprachen. „Kralle, Flocke, Flint, Tilli“ und „der Lange“ sind Beispiele dieser Namen, die, wie so viele Bestandteile des Werkes, dank monatelangen Sammelns von Informationen zu einer authentischen Auseinandersetzung mit der Bewegung beitragen. Dass zu seinen Quellen unter anderen fünf Jugenderinnerungen ehemaliger Edelweißpiraten gehören, verriet der Autor zum Schluss der Lesung, als die Zuhörer:innen einige interessierte Fragen stellten.

Reinhardt, der mit den Jugendromanen „Train Kids“ und „Über die Berge und über das Meer“ schon mehrmals zuvor das NIG besucht hatte, regte auch dieses Mal die Schüler:innen mit zeitgemäßen Themen zum Nachdenken an, hielt sie in aufmerksamer Spannung und vermittelte erneut Freude am Lesen.

 

 

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