Zum Abschluss des 6. Schuljahres machten sich die Klassen 6a und 6b gemeinsam mit ihren Klassenleitungen Frau Wächter, Herrn Renusch, Frau Dreßler und Frau Kurtz-Heuer auf den Weg nach Oldenburg, um das Horst-Janssen-Museum zu besuchen.
Die Schülerinnen und Schüler der 6b wurden durch die Dauerausstellung des Grafikers Horst Janssen geführt, nach dem das Museum benannt ist. Während seines Lebens in Oldenburg und Hamburg schuf er rund 23.000 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken und zählt damit zu den produktivsten deutschen Zeichnern und Grafikkünstlern des 20. Jahrhunderts.
Inspiriert von Janssens Tiermotiven durften die Kinder anschließend selbst kreativ werden: Im Atelier des Museums skizzierten sie ein Tier, übertrugen es auf einen Druckstock aus Pappe und fertigten eigene Drucke an. Die Motivation und das Interesse waren groß, denn der experimentelle Hochdruck, der kreative und handwerkliche Fähigkeiten gleichermaßen fördert, war für alle eine ganz neue Erfahrung.
Die Klasse 6a besuchte währenddessen die aktuelle Sonderausstellung des deutschen Illustrators Christoph Niemann und ließ sich von dessen Werken zu eigenen kreativen Ideen inspirieren. Frau Wächter berichtet:
„Um 9:30 wurden wir von Nadine, einer Mitarbeiterin des Museums und großem Christoph Niemann-Fan, im Foyer abgeholt. Nach einer kurzen Einweisung führte sie uns ins zur Ausstellung im 1. Obergeschoss. Als Erstes fielen uns zwei auffällige Selbstportraits Niemanns ins Auge, für die er Reste vom Bleistiftanspitzen genutzt hatte. Nachdem der Sinn dahinter erörtert wurde, erhielten wir weitere Einblicke in das Leben des 1970 geborenen Gegenwartskünstlers. So lernten wir u.a., dass sein Tag um 8 Uhr in seinem Büro beginnt, er sich zum Arbeiten zwingen muss, er seine Kunst oft nicht gut genug findet und er keine Blaubeermuffins mag.
Nach einigen Stationen an verschiedenen seiner Kunstwerke, wie Tuschezeichnungen, einem riesigen Selbstportrait, einer Mindmap und Playmobilmodellen, führte uns Nadine schließlich zu einer riesigen Wand, auf der vor allem die fantasievollen Motive mit kunstvoll integrierten Alltagsgegenständen unser Interesse weckten. Wie gut, dass nun unsere Aufgabe die Umsetzung eigener solcher Bilder sein sollte! Nachdem uns das Vorgehen erklärt wurde, konnte sich jeder einen Gegenstand aussuchen und das künstlerische Schaffen begann. Zuerst wurden Skizzen angefertigt, die danach auf dickes Zeichenpapier übertragen und mit Buntstiften koloriert wurden. Dass wirklich jedem von uns ein Motiv eingefallen war, überraschte sogar Nadine!“
Im Anschluss an den Museumsbesuch erkundeten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen die Oldenburger Innenstadt, bevor alle gemeinsam die Heimreise ans NIG antraten – gut gelaunt und um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher.









