Schon beim Betreten der Schule merkte man, dass in dieser Woche eine besondere Stimmung herrscht. In den Fluren und Räumen unserer Schule wurde viel gemalt, geforscht, diskutiert, gefilmt und ausprobiert. Überall fand sich ein lebhaftes Treiben, Gruppen saßen zusammen und arbeiteten an ihren Ideen und schnell war klar: Das NIG ist bunt.
Vom 22. bis 26. September brachte die Projektwoche die Vielfalt und das Engagement unserer Schulgemeinschaft besonders deutlich zum Vorschein. Schüler:innen aller Jahrgänge konnten in 27 Projekten kreativ, praktisch und gemeinschaftlich arbeiten. Die Projektwoche hatte nicht nur das Ziel, spannende Inhalte abseits des regulären Unterrichts zu vermitteln, sondern auch die Zusammenarbeit jahrgangsübergreifend zu fördern.
In jedem Raum wurde auf eine andere Weise kreativ gearbeitet und genau daraus entstand eine bunte Mischung, die das Motto mit Leben füllte. Manche Gruppen verwandelten Klassenzimmer in Werkstätten, andere brachten Farbe in die Flure oder nahmen die Kamera in die Hand. So entstanden unterschiedli-che Projekte, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Besonders deutlich wurde die Vielfalt der Woche in den Projekten selbst. So beschäftigten sich die Teilnehmenden im Projekt „Wohlfühlort“ unter der Leitung von Frau Steuernagel und Herrn Heise mit der Frage, wie sich das Schulgelände für Mensch und Tier lebenswerter gestalten lässt. Es entstanden Konzepte, die die Verantwortung für Umwelt und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellten.
Ebenso kreativ arbeiteten die Schüler:innen im Projekt „Bunte Fenster“ bei Frau von der Lieth, Frau Troitzsch und Frau Morisse. Sie verwandelten die Fenster unserer Schule mit Farben und Motiven in echte Hingucker, die auch über die Projektwoche hinaus die Schule nach außen hin bunter erscheinen lassen.
Mit Kamera, Mikrofon und vielen Ideen gingen die Teilnehmenden im Projekt „NIG im neuen Licht“ ans Werk. Unter der Leitung von Frau Käckenmester und Herrn Redlich entstand ein neues Schulvideo für die Homepage, das die Lebendigkeit unseres Schullebens zeigt. Hier wurde nicht nur gefilmt und geschnitten, sondern auch überlegt, wie man unsere Schule am besten präsentieren kann.
Richtig lebendig wurde es auch in den beiden Theaterprojekten. Bei „Großes Theater“ von Herrn Kroupa ging es um das Spiel auf kleiner Bühne, mit wenigen Requisiten, dafür aber viel Ausdruck. In kleinen Gruppen probten die Schüler:innen eigene Szenen und übten Improvisation. Anders war der Ansatz bei „Wir spielen Theater“ von Herrn Hansen und Frau Rehermann. Dort wurden die ersten Ideen für ein Stück gesammelt, das 2026 zum 150-jährigen Jubiläum des Hauptgebäudes aufgeführt werden soll. Schon in dieser Woche entstanden kleine Szenen, die Lust darauf machten, das Projekt in den nächsten Monaten
weiterzuführen.
Auch in der Küche war einiges los. Im Projekt „Das NIG isst bunt“ bei Frau Westphal und Frau Szymanski wurde geschnippelt, geknetet, gebraten und gebacken. Jeden Tag gab es ein gemeinsames Mittagessen, das nicht nur lecker, sondern auch farbenfroh war. Ganz nebenbei lernten die Teilnehmenden, wie man sicher und sauber in der Küche arbeitet und warum Ernährung mehr ist als nur satt zu werden.
„Musikalisch bunt“ ging es bei Frau und Herrn Kaufhold zu. Dort drehte sich alles um Musik aus aller Welt. Wer ein Instrument spielte oder einfach Lust auf neue Klänge hatte, konnte sich ausprobieren. Dazu kamen kleine Workshops mit Musiker:innen, die ihre Instrumente vorstellten (Dudelsack, afrikanische Trommeln) und gemeinsam mit den Schüler:innen musizierten. Und zum Schluss blieb vor allem die Musik im Kopf.
Parallel zu den vielen spannenden Projekten sorgte das Orga-Team der „NIG Navigators“, geleitet von Frau Marschalk, Frau Kohlmann und Frau Pospiech dafür, dass die Projektwoche reibungslos ablief. Wir planten den Präsentationstag, stellten Materialien bereit, standen als Ansprechpartner:innen zur Verfügung und dokumentierten die Ergebnisse auf unterschiedliche Weise, sei es über Fotostrecken, Videoclips, Podcasts oder Reportagen. Außerdem gestalteten wir selbst ein gemeinsames, gesamtschulisches Projekt, das alle miteinander verbindet: eine lange Wimpelkette. Die komplette Schulgemeinschaft – Schüler:innen, Lehrkräfte, das Sekretariat, die Hausmeister, die Küche, Reinigungskräfte, die Erzieher:innen aus dem Internat und und und und – haben eigene Wimpel gestaltet, aus denen dann ein buntes Gemeinschaftswerk entstand. Sokonnten alle zeigen, wie sie sich einbringen und gleichzeitig ein Symbol für Zu-
sammenhalt und Kreativität schaden.
Diese Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt unserer Projektwoche, überall in der Schule wurde mit Freude und Spaß gearbeitet. Am Freitag wurden die Projektergebnisse abschließend den Mitschüler:innen
und Lehrkräften präsentiert. Dies zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Projekte waren und doch alle zusammenpassen: Jedes Projekt hatte seinen eigenen Schwerpunkt, aber im Zusammenspiel entstand ein farbenfrohes Gesamtbild, das die ganze Schulgemeinschaft widerspiegelt.


