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Aktuelles

Die Europawahl aus der Sicht der Jugend

In der Woche vor der Europawahl hatten Jugendliche der Klassen 7 bis 12 die Möglichkeit, mit ihren Schulen an dieser Wahl teilzunehmen, um herauszufinden, wie die heutige Generation der Politik gegenübersteht und um sie auf künftige Wahlen vorzubereiten. Die Juniorwahl gibt es bereits seit 1999 und wird bundesweit durchgeführt. Seit dem Start beteiligten sich bereits über 3 Millionen Jugendliche von insgesamt 2.760 Schulen.
Im Gegensatz zu der letzten Europawahl, welche 2014 stattfand, ist eine deutliche Veränderung zu beobachten. Parteien wie die CDU und die Grünen haben wohl den größten Umschwung erfahren. Während die Grünen ganze 16,7 % der Stimmen zunahmen, sank der Anteil der Stimmen der CDU von 24,5% um 13,8% auf 10,7%. Die Diskussion um die Klimapolitik und Artikel 13 und letztlich auch das Video des YouTubers Rezo führten vermutlich zu den großen Verlusten der CDU.
Auch die SPD, die Tierschutzpartei und die NPD verloren Stimmen, während die Linke, die FDP, Die Partei und die AFD Wähler dazugewannen.
Von allen Parteien liegen die Grünen in der Gunst der jugendlichen Wählerinnen und Wähler sehr weit vorne. Mit 33,9 % sind sie die am häufigsten gewählte Partei, auf dem 2. Platz stellt die SPD mit 12,2% keine Konkurrenz dar. Es wird also deutlich, worauf Jugendliche ihren Fokus legen und wo sie auf Veränderung bzw. Verbesserung hoffen. Sie zeigen mit diesem Wahlergebnis, welche Themen ihnen wirklich wichtig sind.
Auch die Wahlergebnisse des NIGs sind ähnlich wie die deutschlandweiten. Mit 37 % liegen die Grünen deutlich vorne, hier jedoch gefolgt von der CDU mit knapp 19 % der Stimmen. Die nächsten Plätze belegen Die Partei, die SPD und die FDP. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 89,4%, bundesweit bei 78,4%.
Es ist also offensichtlich, dass die Juniorwahl in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung ist. Auch wenn das Ergebnis keinen Einfluss auf das Wahlergebnis der Europawahl hat, gibt die Juniorwahl den Jugendlichen eine Stimme, zu sagen, was sie wollen und was ihnen wichtig ist, mit der Sicherheit, dass es auch gehört wird.