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Entdeckungsreise Rom - Exkursion 2015

Zuhause ist es doch immer am Besten. Endlich liege ich wieder in meinem eigenen Bett und genieße die Ruhe. Aber irgendwie fehlen mir meine Zimmergenossinnen, die eine Woche ein Zimmer mit mir geteilt haben. Blicke ich zurück, war Rom wirklich sehr schön.

Ich erinnere mich noch an die Abfahrt. 14.09.15, 13:10 Uhr. Langsam trifft der Jahrgang zusammen. Alle am Reden, denn wir freuen uns bereits auf die kommende Woche, in der wir eine Auszeit von der Schule bekommen werden. Schnell werden die Fahrkarten verteilt und auch einen Stadtplan von Rom bekommt jeder, sodass die Neugierde noch weiter steigt.

Nach dem kurzen Abschied von der Familie sitzen wir 15 Minuten später im Zug nach Hannover. Es ist etwas eng, aber vor lauter Freude ist das egal. Ab jetzt sind es schließlich noch 20 Stunden bis nach Rom, da sollte man nicht schon in den ersten fünf Minuten schlechte Laune bekommen. Während die einen bereits ihren Proviant vergleichen und die anderen vereinzelt Ds-Battles führen, werden erste Spekulationen über die unbekannte Stadt angestellt. Gespannt sind alle! So klappen dann auch sowohl der Umstieg in Hannover als auch in München.

Die Nacht im Liegewagen ist ungewohnt. Sechs Betten, jeweils drei übereinander, belegen ein Zimmer. Es ist zwar sehr warm und mit offenem Fenster zu laut, dennoch überleben wir die Fahrt. Am nächsten Morgen um 09:20 Uhr erreichen wir die Stazione Termini in Rom.

Vom Termini müssen wir erst ein ganzes Stück bis zu unserem Hotel laufen. Mit Koffer und Rucksack machen wir uns im Gänsemarsch auf den Weg, während uns zum ersten Mal seit Langem die Sonne ins Gesicht scheint. Es ist warm und wir in unseren langen Hosen und Jacken sind am Schwitzen. Kaum angekommen geht es auch gleich weiter. Nachdem wir unsere Sachen verstaut und uns frisch gemacht haben, führen uns Herr Ehlers und Frau Ahrens, unseren beiden begleitenden Lehrkräfte, auf einem ersten Spaziergang durch Rom. Die Diokletiansthermen und auch der Trevi-Brunnen (obwohl Baustelle) sind beeindruckend. Auch das erste richtig italienische Eis und die Pizza auf die Hand werden probiert. Im Laufe der Woche werden die Spanische Treppe und das Pantheon unsere Lieblingsanlaufstellen. Erst am späten Nachmittag kehren wir ins Hotel zurück und beziehen unsere Zimmer. Auch diese sind klein, jedoch ist alles vorhanden, was man braucht, und so können wir gemütlich auf das Abendessen warten.

Das Essen im Allgemeinen ist relativ gut. Frühstück und Abendbrot gibt es im Hotel, über den Tag hin müssen wir uns selbst verpflegen. Es gibt zwar den einen oder anderen, dem einige der Gerichte nicht ganz so munden, jedoch werden wir immer satt.

Den Abend können wir frei gestalten oder uns Herrn Ehlers anschließen, der einigen von uns Rom bei Nacht zeigt. So lernen wir die beste Eisdiele Roms kennen und noch viele andere Geheimstellen, die wir zu unseren Lieblingsplätzen ernennen.

Die Tage bestehen aus laufen, staunen, fotografieren, aus Flucht vor Straßenverkäufern, die hartnäckig Selfie-Sticks verkaufen wollen, essen und wieder laufen und staunen. Zum Glück besitzen wir ein Metro-Ticket, sodass wir manchmal auch schnell durch ganz Rom fahren und wirklich alles in einer Woche sehen können. Neben den unzähligen Kirchen, die Rom zu bieten hat und die alle auf ihre ganz besondere Weise einzigartig sind, sehen wir so das Kolosseum mit dem angrenzenden Forum Romanum, den Vatikan, den Petersdom, von dessen Kuppel wir einen atemberaubenden Blick über Rom erhalten, und das große Labyrinth der Katakomben.

Natürlich sind dies nur die wichtigsten Punkte unseres Wochenprogramms. Neben den Touristenanlaufstellen genießen wir die südliche Sonne, das Essen und lassen die italienische Kultur auf uns einwirken. Ein besonderes Highlight bietet der Strand von Lido di Ostia am Samstag nach der Besichtigung der antiken Hafenstadt von Rom, Ostia Antica. Beinahe fühlt es sich wie Urlaub an. Urlaub, der leider wieder in zwei Tagen zu Ende ist. Aber statt darüber zu grübeln, schwimmen wir lieber und buddeln uns bis zum Grund des Strandes.

Am Sonntag besuchen wir zum Abschluss noch den berühmten Flohmarkt an der Porta Portese. Schnell noch die letzten Souvenirs für die Familie gekauft, bevor es nach Hause geht. Und dann heißt es auch schon Abschied nehmen. Arrivederci Roma! Und doch freuen wir uns schon wieder auf Zuhause, denn Zuhause ist es doch immer am besten.

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